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Warum analog statt digital?

Beispiel Tachometer

Ein Auto beschleunigt man mit Vollgas von 0-100 km/h und bringt es dann mit einer Vollbremsung zum Stillstand. Würde dabei der Digitaltacho die sich rasch verändernde Geschwindigkeit in Echtzeit darstellen, könnte man allenfalls die Zehnerstelle erkennen, die Einerstelle aber verschmölze zu einer flimmernden 8. Also ist der Digitaltacho so ausgelegt, dass er z.B. die 0 km/h anzeigt, eine Pause einlegt, 7 km/h anzeigt, ein Pause einlegt (damit man die 7 ablesen kann), 22 km/h anzeigt und so weiter. Wenn der Tacho 93 km/h anzeigt und man voll abbremst, springt die Anzeige vielleicht noch auf 100 km/h, obwohl sich die Geschwindigkeit schon wieder verringert, oder er zeigt das abfallende Tempo an und man erfährt nie, dass man schneller als 93 km/h unterwegs war.

Auf einem Analogtacho hingegen kann man jederzeit sowohl die genaue Geschwindigkeit, als auch die Anstiegs- bzw. Abfallrate (Beschleunigung und Verzögerung) mühelos ablesen.

Beispiel Temperaturanzeiger

Man stelle sich eine Tafel vor, an der sich 15 Messgeräte befinden, die beispielsweise jeweils die Temperatur in einem Heizkessel anzeigen sollen. Hier ist es sicherlich irrelevant ob die Temperatur 55, 60 oder 65 °C beträgt. Es soll rein um die Überwachung gehen. Schauen Sie nun auf eine Tafel mit digitalen Messinstrumenten…. und dann auf eine Tafel mit analogen Messgeräten. Spätestens hier wird klar, welche Geräte hierfür von Vorteil sind. Bei analogen Geräten genügt ein Blick und man kann sagen, okay, alles im grünen Bereich bzw. okay, bei Kessel 5 die Temperatur steigern, bei Kessel 9 die Temperatur etwas drosseln. Wie gesagt, pauschal kann man nicht sagen, welche Art von Geräten besser ist. Der Verwendungszweck ist entscheidend.

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